Keine Frage, in der Zeit vor der Pandemie hat Achtsamkeit zunehmend an Beachtung gewonnen. Nicht zuletzt auch deswegen, weil es immer mehr Untersuchungen gab, welche die positiven Wirkungen der Achtsamkeitspraxis belegten. Als wirkungsvolle Methoden in unserem Alltag haben ließen sich die alltäglichen Herausforderungen häufig besser meistern und die Momente, in denen wir an unsere Grenzen stießen, wurden seltener oder fielen moderater aus.

Aber wie sieht es jetzt im Moment aus, wo uns Corona voll im Griff hat? Die Herausforderungen sind andere und viele Menschen erleben diese Zeit als besonders schwierig. Kann uns Achtsamkeit auch bei diesen neuen Herausforderungen unterstützen?

Dieser Frage ging eine Studie der University of Waterloo nach. Dabei kam heraus, dass neben den positiven Wirkungen für einen selbst im Umgang mit Stress, Angst oder depressiven Verstimmungen auch Haltungen kultiviert werden, die positiv für das Wohlbefinden der Gemeinschaft sind. Insbesondere werden Mitgefühl und Empathie gestärkt, welche die individuelle und kollektive Resilienz stärken und das Verbundenheitsgefühl stärken.

Darüber hinaus hilft regelmäßige Achtsamkeitspraxis den Menschen in den Krankenhäusern, die nun seit einem Jahr dauerhaft mit den massiven Folgen der Pandemie in vorderster Reihe konfrontiert sind, sich selbst vor Burnout und emotionaler Abstumpfung zu schützen.

Und auch uns, wenn wir, wohl wissend, wie lebenswichtig die Maßnahmen sind, uns beim Verkünden des nächsten Lockdowns nur noch denken: “Nicht schon wieder!”. Uns darauf besinnen zu können, dass auch diese Zeit vorbeigehen wird, dass wir schon einen großen Teil geschafft haben und dass wir gut mit uns im Kontakt sind, um auch die nächsten und hoffentlich letzten Monate zu schaffen und weisere Entscheidungen treffen zu können als protestierend auf die Strassen zu gehen.

Der Original-Artikel kann hier gelesen werden.

(Bild von Juraj Varga auf Pixabay)


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