Das Greater Good Science Center hat einen Artikel veröffentlicht, in dem erklärt wird, warum Videokonferenzen Körper und Geist ermüden und wie man sich davor schützen kann. Es gibt 4 Gründe für diese Ermüdungserscheinungen:

  1. Naher Augenkontakt: Der übliche Abstand unserer Augen zum Bildschirm, insbesondere wenn die Videokonferenz im Vollbildmodus genutzt wird, vermittelt eine starke Nähe der Gesprächspartner. Unser Gehirn erlebt diese nahen Gesprächspartner als besonders intensiv und anstrengend. Lösung: Die “gefühlte” Distanz erhöhen durch das Verkleinern des Konferenzfensters oder durch das Nutzern einer externen Tastatur.
  2. Sich selbst zu sehen ist ermüdend: Stell dir vor, jemand würde Dir den ganzen Tag einen Spiegel vor Augen halten. Das erleben wir als unnatürlich und anstrengend. Lösung: Häufiger die eigene Kamera ausschalten oder diese nur anschalten, wenn es für die Konferenz erforderlich ist.
  3. Wir sind in unserer Bewegung eingeschränkt: Gut sichtbar die ganze Zeit vor der Kamera zu sitzen bringt häufig mit sich, dass wir uns deutlich weniger bewegen als in einer realen Kommunikation. Dieses kann zu Anspannungen führen. Lösung: Sich überlegen, wie man Kamera, Maus und Tastatur positionieren kann, um mehr Bewgungsfreiheit zu haben. Eine externe Kamera und eine externe Tastatur erweitern die Möglichkeiten enorm.
  4. Die kognitive Beanspruchung ist höher: Im direkten Kontakt nehmen wir Gesten, Mimik, nonverbale Kommunikation, Stimmungen viel mehr und auf ganz natürliche Weise wahr. In Videokonferenzen ist eine Kommunikation über diese Kanäle viel schwieriger und anstrengender. Lösung: Sich zwischendurch “Audio only” Zeiten gönnen, um aus dem Druck herauszukommen, solche Signale empfangen oder senden zu müssen.

Da uns vermutlich auch über die Pandemie-Zeit hinaus Teile dieser neuen Arbeitswelt erhalten bleiben und diese ja sicherlich auch einige Vorteile in Bezug auf Work-Life-Balance und Klimaschutz bietet, so ist es doppelt sinnvoll, zu gesunden Praktiken zu kommen. Und wir stehen mit unseren Erfahrungen gerade erst am Anfang.

Der Artikel kann hier im Original gelesen werden.

(Foto von Ketut Subiyanto von Pexels)

Kategorien: Mindfulness

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